Monat: Oktober, 2009

Ich muss ja jetzt doch – auch endlich – mal eine Lanze für Tim Burton brechen. Ich vergötter seinen Stil. Ja, das ist trendhurig und jeder Emo, der was auf sich hält, hat auch einen Jack an seinem Eastpack. Nun bin ich weniger eine Trendhure und noch weniger ein Emo, bleibe aber dennoch dabei: Der Mann hat eine herrliche Auffassungsgabe und eine tolle Art Dinge zu abstrahieren, zu verändern, ins Groteske zu transformieren.  Er ist im Prinzip wie die Nacht, die Normales unwirklich aussehen lässt. Lange Schatten im Zwielicht des Restlichts. Obskure Gestalten staken durch die Dämmerung. Genau das ist Burton für mich. Mit all diesen Gefühlen. Der Vorfreude und der Wehmut.
Vor einiger Zeit kaufte ich mir “Nightmare before Christmas” auf DVD. Auf dieser DVD waren als Bonus-Material zwei geniale Kurzfilme. Der eine war Frankenweenie (ich denke, das was der Titel?) und der andere – tataaa: Vincent.

Viel Spaß :)
(Für die Unwissenden unter euch – sowas gibts unter Polaroidmedchenlesern zwar nicht, ich weiß, aber sicher ist sicher – hier noch ein Link: Vincent Price)

Das Medchen wurde gleich dreifach für den Kreativ-Blogger-Award nominiert (bekam ihn quasi verliehen, denn trotz des tollen Namens, wollen wir doch auf dem Boden bleiben. Es ist ein Stöckchen. Aber eines, welches uns ehrt!). Verliehen bekamen wir es von der Chaosmacherin Sumi, dem Gedankenfesthaltungsblog (Gefeha) und von aHeadwork. Dafür möchten wir uns bei euch und euren formidablen Blogs bedanken! Diese Blogger erkannten: Ehre, wem Ehre gebührt. Das ist in diesem Fall schlicht und einfach das Medchen. :D Was bringt dieser Award nun für Konsequenzen mit sich?
award2 Award: Kreativ Blogger

  1. Bedanke dich bei der Person, die ihn dir verliehen hat. – Check.
  2. Kopiere das Logo und platziere es in deinem Blog. – Check.
  3. Verlinke die Person, von der du ihn bekommen hast. – Check.
  4. Nenne 7 Dinge über dich, die anderen noch nicht bekannt sind. – unten
  5. Nominiere 7 weitere Kreative Blogger. – unten
  6. Verlinke diese Blogger bei dir. – Check.
  7. Benachrichtige die 7 durch einen Kommentar. – Werd ich nicht. Mag keinen Stöckchencharakter.

Nun denn, wollen wir die ganze Sache noch mit Fleisch füllen, sprich 7 Sachen, die kaum wer weiß:

  1. Ich scheue es metallene Türklinken in der Öffentlichkeit zu berühren, aus Angst vor einem Stromschlag
  2. Ohne eine Wasserflasche neben meinem Bett, schlafe ich nicht ein.
  3. Schon 2002 hatte ich meine erste Internetseite.
  4. In der Schule hatte ich einen Kunstersatzkurs, weil ich kein Sport mitmachen konnte. Und obwohl ich Kunst in der Schule nie mochte, hatte ich am Ende ein “sehr gut”.
  5. Ich hatte schon früh einen Hang zum dramatischen. Als ich mich als Kleinstwesen an einem Bonbon verschluckte, fragte ich meine Mutter auf sehr tragische, aber bewusste Art, ob ich nun sterben müsse. Zumindest sagt sie das gern.
  6. Ich bin sehr kitzlig.
  7. Seit meinem diesjährigen Geburtstag bin ich endlich im Besitz einer Polaroidkamera!

Nun noch meine 7 Blogger, die ich regelmäßig lese. Das wird jetzt Dopplungen nach sich ziehen, aber was solls :)

  1. aHeadwork
  2. Chaosmacherin
  3. thestiller
  4. Gedankenfabrik
  5. Tangentenuniversum (nur um ihm in den Arsch zu treten!)
  6. AsuROCKS
  7. MiniHexe

So, ich denke das war Alles :)

Bei meinen Surfereyen (so verbindet man klangvoll Englisch mit altem Deutsch) durch die Untiefen des Zwischennetzes (ich könnt auch einfach mal auf Anglizismen verzichten) traf ich auf folgendes Kurzfilmchen einer norwegisch-englischen Populärmusikkapelle aus der Vergangenheit. Ich mochte das Lied damals, verdrängte es aber. Bis ich es gerade wieder hörte. Ich kann übrigens noch den gesamten Text, was mich etwas wundert, aber nun gut! Ich möchte euch dieses Stück Musikgeschichte (an dieser Stelle greif ich aus dramaturgischen Zwecken etwas hoch..) nicht viel länger vorenthalten, aber ich muss kurz noch jammern. Nachdem ich es hörte, öffnete ich nämlich in meinem Zwischennetzdienstprogramm ein neues Tab eine neue Registrierkarte, soweit kein großes Problem. Aber als ich dann den Namen der Kapelle in die Suche einer bekannte Enzyklopädie eingab, traf mich der Schlag, als ich las, dass besagtes Lied schon vor 7 Jahren veröffentlicht wurde. Da war ich 15. Ist das nicht grauenvoll? Naja, hier das Video

Nächstes Mal gibt es auch wieder den ein oder andren Anglizismus. Das nervt schon ein bisschen.

Es ist nachts. Nein, eigentlich ist es morgens. Es dämmert seicht. Nur ein ganz schwaches tiefblau, welches den schwarzen Himmel durchzieht. Die ersten Boten von Sonnenlicht, welches sich in der Atmosphäre unserer Hemisphäre bricht. Ich bin alleine unterwegs. Bis vor 10 Minuten war sie noch bei mir. Um diese Zeit ist es ziemlich still. Feiern tut keiner unter der Woche. Die Ersten, ja die Ersten stehen auf und begeben sich auf den langen, beschwerlichen Weg zur Arbeit. Ich kann sie nicht mit meinem Lächeln gewinnen. Sie sind wie Zombies. Ich bin wie Adrenalin und Trinitrotoluol. Eigentlich eine reizvolle Kombination mit Zombies, aber sie finden weder an meinem überschäumenden, explodierenden Gefühlen noch an spontanen Splatterinszenierungen Gefallen. Summend, singend, wandele ich durch die Stadt. Auf meinem Weg durch die Straßenschlangen, in Richtung meines Bettes. Wir sind in der Regenhauptstadt. Mein Gesicht ist ohne Regen. Der Himmel findet das nicht gut, er öffnet sich und flutet mich. Überrumpelt meinen Geist. Gefühlstrunken und hypnotisiert zieh ich meine Jacke aus, tanze auf der Straße im strömenden Regen. Atme die warme Nachtluft ein. Erfüllt vom Regen, der so viel weg spült. Nur ich und meine neuen Gefühle. Ich kann es nur jedem empfehlen. Geht raus. Tanzt nachts im Regen auf der Straße eurer Heimatstadt – mit einem Lächeln und dem Namen eures Medchens auf den Lippen.

Gerade gefunden.


(leider nicht die beste Qualität.)