Am letzten Mittwoch war ich spontan im Vortex. Hatte im Newsletter (den ich ja immer brav lese) gesehen, dass dort “Little Pictures“(*) und “Mon Petit Chou Chou“(*) spielen würden. Ich kannte die Bands nicht und hatte auch vorher noch nie von ihnen gehört aber die Namen fand ich schonmal toll. Hab mir dann den Flyer (*) angesehen, Lieder bei Myspace angehört und die Bands für absolut süß erklärt.  Also am Montag einfach mal versucht, per Antwort auf den Newsletter, eine Karte zu gewinnen und siehe da, Mittwoch Nachmittag war dann eine E-Mail in meinem Posteingang: “gewonnen! bis später!”.
Damit hatte ich eigentlich nicht mehr gerechnet. Demnach wurde ich recht plötzlich aus meiner mit-Jogginghose-auf-dem-Sofa-sitzen-und-Dvds-gucken-Stimmung gerissen. Nungut, hab mir dann eine geeignete Begleitung gesucht und ausgemacht, dass wir den Eintritt teilen. Wir hätten also jeder 2,50€ bezahlt. Was ja völlig in Ordnung gewesen wäre. Mussten wir aber gar nicht. Den neusten Newsletter, in dem stand, dass die ersten 10 Besucher keinen Eintritt bezahlen müssen, hatte ich nämlich übersehen.
(Ich mag das Vortex. Erinnert mich immer ein bisschen ans Underground in Köln, nur viiel toller und gemütlicher.)
Wir saßen also zufrieden mit unseren Vortex-Stempeln-für-umsonst auf den Händen auf der großen Fensterbank und warteten mit einer intro darauf, dass das Konzert losging.
Zuerst spielte Mon Petit Chou Chou, eine Indieband aus Gießen. Die passten einfach gut zu den pink- und türkisfarbenen Scheinwerfern! (mehr muss ich eigentlich gar nicht sagen :’D) Und die Musik war toll. Die Texte auch. Zu einem Lied (“I Love Kites”) gab es sogar eine kleine Geschichte. Der Text ist ein Liebesgedicht, dass die Sängerin mit 16 mal geschrieben hat. Wiedergefunden, in ein Online-Übersetzungsprogramm geschmissen, so gelassen und voilá! (Daher auch Sätze wie “..I’d also like to spring through the forest”) Wirklich sehr schön. Wir haben uns dann auch jeder eine
liebevoll bestempelte Cd gekauft. (:
Noch immer begeistert warteten wir zusammen mit einem guten Freund meiner Schwester auf “Little Pictures”. Eine neuseeländische Band, die aufgrund von Reiseschwierigkeiten bloß eine Ukulele und ein Xylophon dabei hatte. Ganz goldig die Beiden. Sind erstmal mit der Ukulele rumgelaufen und haben auch die Leute an der Bar dazu animiert vor die Bühne zu kommen. Dort haben sie sich dann hingesetzt, weil sie sich nicht so gigantisch fühlen wollten. Ihre eigentlich elektronischen Songs gab es dann akustisch. Ich persönlich fand die Akustikversionen viel besser als das, was ich mir schon im Internet angehört hatte aber für die Cd hätte ich sowieso kein Geld mehr dabei gehabt. Die Musik hat jedenfalls sehr glücklich gemacht. Einfach mal alles vergessen und über Versinger (? :’D), Texte oder Kommentare über Siegen lachen. Ohne es zu merken fingen alle an zu grinsen. Man konnte einfach nicht mehr damit aufhören, als hätten wir alle zusammen Drogen genommen. Sogar Stunden nach dem Konzert grinsten wir noch wie verrückt. If you’re happy and you know it clap your hands!
-> Wer die Möglichkeit hat sollte unbedingt auf Konzerte der Bands gehen. Sind Live besser als auf Cd. Wirklich. (:

“I wish I could keep you under my bed,
I would feel saver if I knew you were there,..”  ♥


Fotos: Micha Sommer.