oder wie der Tornado kam
Ein Gastbeitrag von Hannah (aHeadwork)
Es stürmt in Siegen.
Schon der erste Satz weist euch darauf hin, dass es an dieser Stelle um das Wetter gehen wird, aber wie immer, wenn ich beginne, etwas zu schreiben, weiß ich nicht genau, wo ich am Ende ankommen werde – wer meinen Blog liest, weiß das. Ist das nicht eine nette Einführung?
Es stürmt also in Siegen und ich kann den Wind hören, der in Böen gegen die Hauswand fegt, heulende Geräusche verursacht, als würde ihm der Aufprall genauso weh tun, wie er vermutlich der Wand schmerzt und mich in Angst und Schrecken versetzt. Als ich klein war, mochte ich Wind. Sturm. Sowas alles. Als ich klein war, dachte ich bei stürmischen Tagen direkt daran, einen Drachen steigen zu lassen. Jetzt bin ich immer noch klein, aber gleichzeitig erwachsener – sofern man bei mir von erwachsen sprechen kann – und denke nicht mehr an Drachen.
Wie das nun mal so ist, wenn man eine Sache findet, die eine gewisse Faszination ausübt, neigt man dazu, sich darüber zu informieren. Und wie das wiederum nun mal so ist, findet man auf seiner Informationssuche alles. Nicht nur die positiven Dinge, die zum Wind gehören, wie steigende Drachen, fliegende Löwenzahnsamen und schnell treibende Wolken, in denen man so ziemlich jede Figur erkennt, die man zu erkennen bereit ist, sondern auch Negatives. Negatives wie Tornados. Irgendwann während meiner Recherchen überschritt ich die Grenze zwischen Kinderinformationen und Fakten. Aus schnell treibenden Wolken wurden wirbelnde Massen, die sich, sofern die wettertechnischen Bedingungen passten, zu einem Trichter formen und alles vernichten konnten. Jetzt mag man an dieser Stelle den typisch-deutschen Satz im Kopf haben: In Deutschland gibt es keine Tornados. Aber das ist falsch. Das ist definitiv falsch. In jedem Land, an jedem Ort, in jedem noch so kleinen Dorf kann es zu einem Tornado kommen. Oder zu mehreren. Es läuft auf dasselbe hinaus: Es gibt ein Tornadorisiko. Genau genommen kommt es zu 30-50 Tornados im Jahr in Deutschland. Gehen wir also vom Schlimmsten aus, bedeutet das, dass 50 mal das Risiko besteht, wie ein Spielzeug in die Luft gehoben, herumgeschleudert und achtlos beiseite geworfen zu werden. 50 mal das Risiko, auf grausamste Weise zu Tode zu kommen und/oder alles zu verlieren.
Es stürmt in Siegen und ich sitze in meiner Wohnung, gucke zwischendurch aus dem Fenster und bin froh, dass keiner meinen ängstlichen Gesichtsausdruck sieht, während ich den Himmel nach Wolkenzipfeln absuche und mir bei jeder Absenkung einbilde, eine Wolke vor mir zu haben, die gerade einen Tornado gebärt. Ja, es ist unwahrscheinlich, dass sich von den 50 jährlichen Tornados einer ausgerechnet zu meiner Wohnung verirrt, aber wie sagt Terry Pratchett es so schön:
Colon: “So it’d only work if it’s your actual million-to-one chance.”
Nobby: “I suppose that’s right.”
Colon: “So 999,943-to-one, for example–”
Carrot: “Wouldn’t have a hope. No-one ever said ‘It’s a 999,943-to-one chance but it might just work.’”
(Guards, Guards – Terry Pratchett)
Wobei es vielleicht mathematisch gesehen in meinem Fall gar keine Chance von 1 zu 1.000.000 ist, sondern in Wahrheit ganz anders. Wäre ich mathematisch begabt, würde ich es ausrechnen, immerhin hätte ich dann Gewissheit, dass kein Tornado um die Ecke kommt und mich abmurkst. Aber ich bin mathematisch nicht begabt und ich neige dazu, Dinge zu glauben, die unrealistisch sind. Irgendwer muss schließlich daran glauben.

Du hättest ein Gewinnspiel machen sollen, aus welchem Pratchett-Buch es ist. Ich hätte es gewusst und nun strahlender Besitzer eines Wasauchimmers.
Ja hätte er :-X ^^
Aber wer braucht schon einen Tornado, wenn man Kyrill haben kann
Das war auch recht witzig damals
Als man morgens nach dem Stürmchen zur Uni wollte und so ziemlich jede Straße gesperrt war. Aber ich glaube die Wahrscheinlichkeit hier zu ertrinken im Regen ist höher als vom Tornado erwischt zu werden
Und wenns doch nochmal stürmt, pack dir Chris ( oder auch nicht ^^) und komm nach Wilnsdorf, unser Keller ist recht solide gebaut
Rette statt Chris’ lieber mein Leben!
Dann rette ich den Chris halt
mobbt den doch net alle so
Arne, rette du Laura, Chris rettet mich und Dom rettet Chris. Stiller rettet sich dann selbst und Laura und ich müssen nichts tun. Perfekt : )
[...] durfte ich mich mal auf dem Polaroidmedchen Blog austoben. Ich dachte, das wäre eine gute Möglichkeit, sich mal mit dem Thema Gastbeiträge [...]
Ich mobbe nicht, ich niftel nur.
Nichts tun klingt prima! (: Aber ob ich von DEM gerettet werden will..
Gut, dass ich nicht in Siegen sondern auf einem Berg wohne. Ertrinken werde ich vermutlich nicht
Dafür ist die Sache mit dem Sturm dann so eine Sache..
Siegen besteht doch aus Bergen.
(Wenns nämlich danach geht kann ich auch nicht wirklich ertrinken)
Boa nee, glaub die Laura überlass ich dann dem Sturm,ich könnte nich den ganzen tee tragen den die mit retten müsste,ausserdem müsst ich wahrscheinlich jedes noch so kleine tier am wegesrand noch mitretten,weil sie mir eingeredet bekommt wie süß und knuddelig und rettenswert es doch ist.Und soviel könnt ich echt nicht tragen! Ausser wir bauen ne Tornadoarche (wie cool das klingt) wäre vielleicht mal eine Aufgabe für unsere Zeppelinwerke?
Wenn du so beeinflussbar wärst, könnte ich da auch nichts für.
Außerdem wärst du dann auch mal ein guter Mensch. Wann kaufstn dir jetzt eigentlich ein süßes Katzenbaby? :>
Tornado sichere Zeppeline wären ziemlich cool.
Aber die sind nicht so hoch, wie bei uns
Die Berge mein ich.
Awwww *-* Arne kauft ein Katzenbaby??? Dann komm ich vorbei! Sogar ohne Chris *-* Katziiii!
Mir egal, ich wills knuddööööln *-*
@Dom
wußtest du eigentlich, daß Kyrill einem
opaälterem mann zum geburtstag geschenkt wurde und der sturm deshalb den namen des mannes, eben ‘Kyrill’, trägt? o_O ich fand das sehr komisch – allein die tatsache an sich, daß man hochs und tiefs verschenken kann…… *wunder@rebhuhn: wie aufmunternt sows ist . Hier dein Geschenk: Ein Tiefdruckgebiet. Ich glaub bevor ich sowas schenke, mache ich en gutschein fürn sarg inklusive sterbeurkunde Oo
hachjaa katzieessss, meine freundin hat 2
enno und büchse^^ nur mal so
Das ist fies. Ich hab keine.
Aber ich find die Idee Stürme zu verschenken eigentlich ganz lustig. Sowas schenkt man eben Menschen die man nicht mag. So, wie man Sterne (oder so) Leuten schenkt die man gern hat.
kann man auch schwarze löcher verschenken?
DAS fänd ich lustig ^^
Kannst es ja mal versuchen
naja, du kannst auf jeden fall sch*ißhaufen verschicken: hier nämlich
. [via kackblog]
zum Thema: Kaufe schwartes Loch….
http://www.20min.ch/digital/webpage/story/24321633
Ich bin hier eigentlich nur stiller Mitleser, aber wenn du schon meinen spezial Bereich ansprichst, muss ich dich erstmal verbessern, 30 – 50 Tornados ist eher zu wenig, zum Teil viel zu wenig.
Nehmen wir als Beispiel das Jahre 2006: 118 bestätigte Tornados dazu nochmal 160 Tornadoverdachtsfälle. In diesem Jahr warens ” nur ” etwa 50 bestätigte Tornados, dazu aber nochmal fast 150 Verdachtsfälle, so darf man von locker über 50 Tornados im Jahr
ausgehen wohl eher Richtung 100.
PS: Ich mag deinen Blog und habe für deinen Beitrag abgestimmt
grüße simon