“Shutterspeed[1. Wie oft/schnell sich die Klappe vorm Sensor öffnet] auf 50 und den Gain[2. digitale Methode zur Bildaufhellung] noch ein paar dB hoch.”
“Meinst du nicht, dass wir nochmal nen Weißabgleich[3. bei versch. Lichttemperaturen die Kamera auf "Weiß" eichen] machen sollten?”
“Pack sie erstmal wieder aufs Stativ!”
“Wir machen das per Hand, hier ist gar kein Platz für nen Stativ”

So oder so ähnlich klingt es, wenn eine engagierte Gruppe von Medienwissenschaftserstsemestern (ich wollte mir doch diese Bandwurmworte (noch eins) abgewöhnen; weniger Klammern wollt ich auch machen. Herje.) sich an einer Kamera und einem 1-1:30min Kurzfilm zum Thema “Menschen bei der Arbeit”. Die ProTec[4. Produktionstechniken]-Gruppe 7, in der ich eines von vier Mitgliedern bin, begab sich zu diesem Zwecke am letzten Mittwoch ins modulbüro in die Siegener Oberstadt. Wir filmten dort also knapp 20-25 Minuten Material. Wir stellten ein Kundengespräch mit einem Architekten, der auch noch ein wunderschönes Logo entworfen bekam, um den Synergiegedanken des Büros zu kommunizieren. Großartig! Da wir auf Ton verzichten sollten, nutzten wir zur Interaktion A4-Kopierpapier und einen Edding 800 (der ist dick.). Also reichten sich Kunde und Anbieter immer ihre Gedanken auf Papier rüber. Sieht ganz putzig aus.
Nunja, diese Woche geht es auf jeden Fall in den Schnittraum und das ganze Werk wird auf 1:30min getrimmt, geschnitten und mit ein paar güldenen Effekten versehen, z.B. sind einige Kamerafahrten (die wir professionell auf einem Bürostuhl abdrehten) dabei, die wir wohl in einem stylischen Zeitraffer darstellen werden, der dynamisch in Echtzeit zurückgeht. Soweit ich das gesehen hab, kann man im Final Cut Pro ganz schöne Geschwindigkeitskurven anlegen. Ich mag ja solches Spielzeug. Und davon krieg ich jetzt ganz viel. Und das Schöne? Ich MUSS es machen. Sonst besteh ich meine Scheinanforderungen nicht. Ist das nicht toll? Hach.