Vor gar nicht allzu langer Zeit hatte die – von mir sehr geehrte – Hannah ein lustiges kleines Stöckchen auf ihrem lustigen nichtganzsokleinen Blog.
Da bedien ich mich doch mal gütlich und will das Ganze mal ausfüllen.
Wer es haben will, soll es sich halt nehmen, bin ja eh für Stöckchenkommunismus.
Ab hier übernimmt das Stöckchen den Imperativ. Auf Los gehts los. Los.
1. Nimm 5 Bücher aus dem Regal
- Giovannino Guareschi – Genosse Don Camillo
- Chuck Palahniuk – Snuff
- Bertolt Brecht – Der gute Mensch von Sezuan
- Ottfried Preußler – Krabat
- Stephen King – Cujo
2. Buch Nr. 1: Erster Satz
Die Bombe platzte am Montag gegen Mittag, als die Zeitungen eintrafen.
3. Buch Nr. 2: Letzter vollständiger Satz auf Seite 50.
Wenn Miss Wright unterschrieben hat, will ich in ihrer Handschrift hinzufügen: “Danke für den Fick meines Lebens!”
4. Buch Nr. 3: Zweiter vollständiger Satz auf Seite 100.
Er sieht Shen Te erstaunt zu.
5. Buch Nr. 4: Vorletzter vollständiger Satz auf Seite 150.
Für Staschko, Krabat und Kito blieb bis zum Mittwoch genug zu tun.
6. Buch Nr. 5: Letzter Satz des Buches.
Seine Knochen liegen, soweit ich weiß, noch immer dort, zusammen mit den Knochen anderer kleiner Kreaturen, die das Unglück hatten, schon vor ihm hinein zu stolpern.
7. Bilde aus den 5 Sätzen einen kurzen Text.
Wenn Miss Wright unterschrieben hat, will ich in ihrer Handschrift hinzufügen: “Danke für den Fick meines Lebens!” – Er sieht Shen Te erstaunt zu. Seine Knochen liegen, soweit ich weiß, noch immer dort, zusammen mit den Knochen anderer kleiner Kreaturen, die das Unglück hatten, schon vor ihm hinein zu stolpern. Die Bombe platzte am Montag gegen Mittag, als die Zeitungen eintrafen. Für Staschko, Krabat und Kito blieb bis zum Mittwoch genug zu tun.

Eines der Bücher habe ich auch benutzt, darfst mal raten, welches.
Ergibt einen lustigen Text oO
Cujo, mein erstes King-Buch. Damals hatte ich wirkliche Angstzustände und ich glaube auch, dass meine Hundeangst (also wenn die Bestie größer als 50cm ist und “gefährlich” aussieht) da herrührt.
Palahniuk ist schwierig, ähnlich wie Suter. Wenn man sich die Bücher nicht hintereinander reinzieht, ungeschlagen. Aber sobald man anfängt, “Fight Club” und dann “Lullaby” liest, dann geht einem der journalistisch-präzise Stil gehörig auf die Nerven.
Und der gute Mensch von Sezuan erinnert mich jetzt, wo ich darüber nachdenke, an von Triers “Dogville”.
Und dein Satz ist turbo.
Ja, das ist so ne Sache mit dem Herrn P. Hatte diesbezüglich aber weniger Stilprobleme, als schlicht einfach das Gefühl, dass die Bücher häufig in die selbe gesellschaftskritische Schiene schießen. Und immer der Ausweg mit dem “Nullzustand” geliefert wird. Das ist bei zwei Büchern noch okay. Aber beim dritten oder vierten reichts dann auch