Hoch und heilig hab ich mir vorgenommen in Zukunft öfter frisch zu kochen. Nachdem mir Samstag schon eine gnadenlos gute Portion Penne all’arrabbiata[1. Eher 2-3 gute Portionen
] gelungen ist, ist meine Motivation schier unendlich. Und ja, an dieser Stelle wird man sich fragen: Wieso? Nunja, bisher lebte ich hauptsächlich von dem, was man als Student in der ersten eigenen Wohnung so isst. Tiefkühlpizza, Pommes, Nudeln mit nüscht, Reis mit nüscht, Lieferdienstpizza, Nudeln mit Ketchup, Reis mit Ketchup, Ravioli. Rührei. Und naja, einige andere unsägliche Fertiggerichte. Aber das soll sich nun ein wenig ändern.
Und was könnte meine Motivation mehr stählen, als euch, liebe Polaroidmedchenleser, an meinen aufkeimenden (ich bin eine zarte Knospe, lalala) Kochkunst teilhaben zu lassen. Also wird es jetzt in unregelmäßigen Abständen Mahlzeit!-Berichte von der Front geben. Dem Feind in den Suppenkessel geschaut. Das wird toll und schmackotastisch. Und heute beginnen wir direkt. Indisch wirds, ein bisschen.
Indisch Pfanne “CurryCurry!”
Was brauch der Inder von Welt?

- Hühnchenbrustfilet
- Currypaste, nach Geschmack. Ich nahm “hot”
- Kokosmilch, yummie!
- Paprika
- Frühlingszwiebeln
- Knoblauch
- Ingwer
- (Möhren, hatte ich keinen Bock drauf :>)
- Salz, Pfeffer, Currypulver, Paprikagewööörz und was man sonst noch so zum Würzen mag
Was macht man als Inder eigentlich so?
In erster Linie schnibbeln wir. Wir schnibbeln Paprika in kleine Streifen, Ingwer und Knoblauch in leckere Würfelchen. Ich nahm Ingwer in der Größe des Daumens meiner Freundin und eine Zehe Knoblauch.



Im Nachhinein hättens auch zwei sein können. Weiß man vorher ja nie so genau. Gut, dann das tote Huhn (nochmal sicher gehen, dass es auch wirklich tot ist. Man kann nie wissen) in mundliche Stücke seperieren. Hier nicht zimperlich sein, das kann das ab! A propos “ab”: Silberhaut ab. So. Dann haben wir einen Berg Fleisch, der sieht ungefähr so aus:

Inder sind heiß!
Denkt man sich also nun. Liegt man vielleicht auch mit richtig, weiß ich jetzt so nicht. Auf jeden Fall gibt man die Currypaste (so 1-2 Teelöffelchens) in die fußbodenbeheizte Pfanne seines Vertrauens und erhitzt das ganze mit etwas Öl. Wenns etwas flüssig ist, bekommen Ingwer und Knoblauch ihren großen Auftritt. Einfach mit reingekippt und fröhlich angebrutzelt. Da ich es schon gackeren höre, sorge ich nun dafür, dass der Gockel endgültig tot ist und kippe ihn fachgerecht ins Pfännchen. Das macht lustige Geräusche und riecht gut. Kochen kann so klasse sein! Paprika dazu und gut umrühren. Fleisch soll ja von allen Seiten ne nette Farbe bekommen :>



Und jetzt wirds lustig. Man schüttelt mal die Dose Kokosmilch kräftig durch (oder nicht
), öffnet sie und kippt den Inhalt (“ablöschen” roar) in die Pfanne. Dann auf niedriger Temperatur vor sich hinköcheln lassen. Sollte jemand zu diesem Zeitpunkt so doof gewesen sein, chronologisch – während des Lesens – mit zu kochen, sei er enttäuscht: Reis solltet ihr simultan machen. Wie das geht, kau ich euch aber nicht vor. Ihr habt sie ja nicht mehr alle..
Auf jeden Fall köchelt das nun lustig und die Kokosmilch dickt nett ein, bis das ganze nett sämig ist. Im Idealfall. Klappte mit meiner Kokosmilch nich soo gut, aber es ist nicht aller Tage Abend ![]()


Und Joa, wenn der Reis dann fertig ist (Timing ist das A und O), kann man ihn lustig auf dem Teller drapieren. CurryCurry! oben drauf und schon hat man eine fantastische Mahlzeit gezaubert. Dauert, bis auf das Schnippeln, gar nicht lang und ist fast idiotensicher. Das Würzen hab ich jetzt mal nicht beschrieben, das kriegt ihr schon hin. Einfach immer wieder abschmecken. Das macht Spaß und ist lecker uuuund ist essentiell fürs Gericht *-* Ich hab das Salz z.B. sehr unterschätzt. Würzt großzügig. Ich nutzte letztendlich: Salz, Pfeffer, Paprika, Curry und eine getrocknete Chilischote. Großartig. Und wenn man dann noch genug macht (400ml Kokosmilch, 500g Huhn) dann freut sich auch der Mitbewohner noch :> Oder man selber nochmal. Am nächsten Tag. Wie beendet man so einen Beitrag jetzt? Äh..ich sag mal – entgegen meiner Art – et voila!



Wie absolut geil Kwa über den Pfannenrand guckt xD Da hab ich dich ja gut per Webcam angeleitet
Der Herr Mitbewohner hat soeben den wieder-warm-mach-Prozess eingeleitet und wird gleich noch sein gerechtes Urteil abgeben
Gut riechen tut’s auf jeden Fall – man ist gespannt
NON NOM NOM =D Das will ich!
zu spät, hab alles aufgegessen
geschmacklich top
einzig die mundgerechten Stücke totes Huhn hätten etwas kleiner sein können finde ich, dabei hab ich ja schon nen relativ großen Mund
aber das tut dem leckeren Genuss ja keinen Abbruch
Gute Arbeit werter Mitbewohner! :>
[...] Dieser Eintrag wurde auf Twitter von Hannah, Christian Jung erwähnt. Christian Jung sagte: Blog: Mahlzeit! CurryCurry! http://bit.ly/bG1I5H [...]
Nächste Woche dann bitte ein Rezept für rosa Tintenfisch auf Weißweinschaum.
Oder Fischstäbchen nach dem Rezept der Köchin deines Vertrauens. (:
danke fürs rezept – und viel glück mit dem höheren essensstandart!
[...] sonst so? Benno schreibt eine Reihe über Burtonfilme, Chris könnte mich mal zum Essen einladen, Kasumi hat sexy Blogger gekürt und bei Yannick gab es ne moderne Bravo Love Story, die [...]