Nein, natürlich verwende ich kein Gammelfleisch. Viel mehr hat das Geflügel Eigenschaften, welche ich mir auch zuschreibe. Faulheit. Bin auch zu faul die anderen aufzuzählen. Was eigentlich auch schon Alles sagt, wie ich finde. Naja, und es vertreibt sich die Zeit mit Joghurt, das tu ich ebenfalls (am liebsten übrigens ganz Standard: Vanille; Wer mir also eine Freude machen will…). Auf jeden Fall unterstützt das Huhn meine gottgegebene[1. Ich bin mir sicher.] Faulheit und fordert  meinen ebenfalls vorhandenen Planungstrieb, denn mit den Vorbereitungen begann ich schon am Vorabend. Die meiste Zeit arbeitete das Essen jedoch am Essen. Und nicht ich, was ich als sehr löblich herausstellen möchte. Wir machen nämlich Joghurthuhn mit Reis an einem Batzen vom Knackgemüse. Wir gehen so denn in medias res. DSC06084 150x150 Faules HuhnDSC06086 150x150 Faules HuhnDSC06088 150x150 Faules Huhn

Wir schmeißen nen guten Eimer Joghurt (ich nahm welchen mit 3,5% Phat, yo) und einen Esslöffel Tomatenmark in eine ausreichend ausgiebige Rühr- und Manschschüssel. Und Rühren. Und Manschen. Dazu gibt es dann gekleinten Ingwer (ich nahm in etwa meinen Daumen. Also schon nen ordentlichen Knollerich, er kostete mich halsabschneidende 0,07€), ebenfalls gekleinte Schalotte und natürlich – wie könnt sie denn bitte fehlen -eine getötete Zehe Knoblauch. Der entstehende Dummbatsch wird dann mit Salz, Pfeffer und Zimt abgeschmeckt. Großtastisch finden wir das natürlich. Und es riecht jetzt schon sehr sehr überzeugend, muss ich sagen. Auch der Zeigefingertest (wie wir Profis ihn nennen) lässt mich verzückt schmatzen. Aber irgendwie fehlt noch der nötige Bums. Also nehm ich mir 2-3 getrocknete Chilis (kann man natürlich auch frische nehmen, hatte ich abder gerade nicht da). Ich zerhackmahl sie und geb sie in mein Hackmahl. Danach geb ich tunlichst darauf acht, weder meine Augen noch mein Genital zu berühren. Die Folgen würden mich – in beiden Fällen – erblinden lassen. Finger waschen rettet Leben. Eventuell auch das, meiner Kinder. Daraufhin geben wir klein geschnippeltes Huhn mit in die Pampe und rühren den Moor gut durch, damit jegliches Huhnfragment gut beerdigt ist. Die Schüssel bedecken wir mit Alufolie und stellen sie in den Nordpol. Damit mein ich übrigens bitte nicht den Gefrierschrank. Draußen oder der Kühlschrank sollten reichen. Jop, jop. In den folgenden Bildern ist übrigens ein Zeitsprung, aber das muss so.
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Ich weiß ja nicht, wie es euch geht, aber ich hab die Zeit wunderbar genutzt. Und hab geschlafen. In der Zwischenzeit wurde mein Huhn übrigens, durch das Joghurt, unverschämt zart. So zart, wie ihr selten ein Huhn erlebt habt. Frisch gegähnt und gestreckt, mach ich mich also daran, die Tomaten zu halbieren, die Zuckererbsen oder auch Kaiserschoten zu zerkleinern. Eben falls in zwei Hälften (mit einem kulinarischen Diagonalschnitt. Krass). Ich setz nebenher Reiskochwasser auf und koche Reis. Was dann folgt ist denkbar einfach. Mit ein bisschen Öl brate ich die Kaiserschoten und die Cocktailtomaten an, würze hier ebenfalls mit Spicy-Spicesizer 2000[2. Salz, Pfeffer, Zimt]. Das machen wir gar nicht so lange, denn wir müssen ja wieder cool unsere Schälchen einsetzen. Schälchen ausm Schrank geholt, brutzelnd-frisches Knackgemüse ab in die Schale, et voila. Die warme Pfanne wird das besinnliche Heim (und letzte Ruhestätte) des Huhnjoghurts (wie ekelhaft das wär, wenns den Großen Bauer Huhn gäb). Wir kippen eigentlich nur den ganzen Mansch in die Pfanne, würzen nach Geschmack noch nach, mit eben jenen Ingredenzien und sorgen dafür, dass das Huhn ungefähr zeitgleich zum Reis fertig ist. Bei Bedarf die Soße mit ein bisschen Wasser verdünnen, aber das macht ihr natürlich nach Gutdünken, ihr seid ja schon groß, ihr Süßen.
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Sollte das soweit geglückt sein, dann seid ihr verflucht gut. Und natürlich im Besitz einer vollwertigen Mahlzeit. Und vielleicht Fanboys von mir (oder Hannah, von der das Rezept wieder mal ist). Auf jeden Fall bastelt ihr ein Reisbett aus Reis und Bett, darauf kommt das Huhnjoghurt mit samt des Huhns und des Joghurts. Außen rum wird in dekorativen Intervallen eine Anrichte gemacht, wie sie dem Gemüse im Schüsselchen gebührt. Also grandios. Macht das ruhig hübsch. Vor allem wenn ihr für euch selbst kocht. Das ist quasi euer Schulterklopfen für euch selbst. Aber auch wenn ihr für wen anders kocht; so wie ich euch kenne, weiß die Person es sicher zu schätzen. Wünsche auf jeden Fall viel Spaß beim nachkochen. Ist wie gesagt, kinderleicht, weil man selbst kaum was machen muss. Marinade machen (bissl Schnippeln und manschen), Marinade machen lassen, Gemüse schnippeln, kurz dünsten und Reis und Huhn garen. Fertig. Und so kann ihr Hauptgewinn aussehen:
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